New York Photolog

Satan's Laundromat ist ein seltsamer Titel für ein Photolog, aber die Aufnahmen wissen zu überzeugen. Das Motto ist aber auch nicht ohne: This is a photolog of New York, with an emphasis on urban decay, strange signage, and general weirdness.

Von frenzy um 19:17h |comment |0 Kommentare| |Web Goodies

 

Geguckt #5
Blindman – der Vollstrecker
Kann ein Film mit Ringo Starr eigentlich schlecht sein? Ich denke nicht, selbst wenn Ringo in einer Nebenrolle meist nur "Grr! Wutschnaub! Yellow Submarine! Grr! Bammm!" und ähnliches vom Stapel läßt. Die Hauptrolle des blinden Pistoleros wird von Tony Anthony übernommen, der den Blindman mit einer gehörigen Portion Lässigkeit und trockenen Humor spielt.


Das Grundkonzept erinnert nicht nur ein wenig an den legendären japanischen Kult Helden Zatoichi und das einsame Kämpfer Schema macht auch hier eine Menge Spaß. Die kuriose Geschichte um 50 nach Mexiko entführte Frauen hat gewaltig Geschwindigkeit und läßt glücklicherweise reichlich Raum für Keilereien und Schußgefechte. Der humoristische Unterton wird dann und wann von den fiesen Schandtaten der Bad Guys etwas gemindert. Aber zum Schluß überwiegt dann doch der Spaßfaktor, nicht zuletzt wegen der Spaßpointe die mit dem aufgedrehtem mexikanischen Jean Reno Look-a-like zu tun hat.
Ein großes Lob an Koch Media für die gelungene DVD Umsetzung. Im Kino lief der Film fünf Minuten gekürzt, auf dieser DVD ist der Film ungekürzt enthalten. Die Bildqualität ist meines Erachtens gut gelungen, ebenso wie der Ton. Obendrein bekommt man noch ein schönes Digipak im Schuber und ein gut designtes Booklet.


Cowboy Bebop – Der Film
Shinichirô Watanabes Anime Kultserie Cowboy Bebop hat es auch zu einem Kinofilm gebracht. Bei der Serie habe ich es leider nur bis ungefähr Folge 10 geschafft, die geschauten Episoden habe ich aber als recht gut in Erinnerung. Der Film ist eigentlich überraschend nicht als Abschluß der Serie gedacht, sondern setzt chronologisch eher in der Mitte der Serie an.


So kann man auch als Neuling ohne Probleme der Handlung des Filmes folgen und Fans treffen auf bekannte Charaktere in Nebenrollen. Da die Anime-Serie schon über in sich abgeschloßene Folgen verfügte, bietet der Film natürlich eine etwas aufwendigere Storyline die auch die Spielzeit von 110 Minuten zu tragen weiß.
Action gibt es reichlich und Eye Candy gibt es mehr zu bestaunen als von mir eigentlich erwartet. Natürlich kommt Cowboy Bebop - Knockin' On Heaven's Door nicht an japanische Ausnahmeproduktionen wie einige Ghibli Werke oder die Ghost in the Shell Filme ran, aber für einen Film zur TV-Serie ist das schon sehr beachtlich. Der Jazz Soundtrack groovt genauso gut wie in der Serie.
Ein sehr kurzweiliger Spaß, der selbst Leuten, die sonst nichts mit Animes anfangen können, aufgrund der realistischen Zeichenweise und der fetzigen Geschichte gefallen dürfte.


Syndicate Sadists
Italienische Polizei Filme haben doch meistens die Gemeinsamkeit, dass der Hauptdarsteller ein tougher Hund ist, der den bösen Schergen so richtig zeigt wo der Hammer hängt. In Umberto Lenzis Syndicate Sadists (deutscher Titel: Der Vernichter) stiefelt Tomas Milian als ein gewisser Rambo (!) durch Mailand und spielt zwei Mafia Clans gekonnt gegeneinander aus. Ein anderer Rambo macht eine amerikanische Kleinstadt übrigens erst sieben Jahre später platt.


Das simple Gut gegen Böse Szenario geht hier allerdings super auf. Milian spielt den Outlaw absolut cool. Und inszeniert ist der Spaß von Lenzi sehr flott, mal abgesehen von dem ein oder anderen holprigen Schnitt.
Natürlich ist die Aug' um Aug', Zahn um Zahn Mentalität natürlich nicht unbedenklich. Aber hier kann doch der Mensch einfach mal Mensch bleiben! Und wenn die Schlägereien mit Sound Samples aus Bud Spencer/Terence Hill Filmen unterlegt werden, ist das doch umso schöner.
Etwas seltsam ist das Motiv der US-DVD, dessen Personen überhaupt nicht im Film vorkommen.

Von frenzy um 14:00h |comment |0 Kommentare| |Xen

 

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